Deponiesickerwasser - ein Cocktail unterschiedlichster Schadstoffe

Deponiesickerwasser - ein Cocktail unterschiedlichster Schadstoffe
Wenn Niederschlagswasser einen Deponiekörper durchsickert, nimmt es lösliche Substanzen aus dem Müllkörper auf. Die Zusammensetzung des Deponiesickerwassers hängt hierbei hauptsächlich von den biochemischen Umsetzungs- und Auslaugungsprozessen im Deponiekörper ab.

Dabei sind Art und Menge der abge­la­ger­ten Abfälle, die Durch­si­cke­rungs­stre­cke sowie die Abla­ge­rungs­dauer relevant. So bedingt die Abla­ge­rungs­dauer beispiels­weise in Deponien mit biogenen Abfällen den Anteil an leicht und schwer abbaubaren organischen Verbin­dun­gen. Dagegen fällt insbe­son­dere auf Deponien mit überwiegend anor­ga­ni­schen Abfällen Sicker­was­ser mit hohen Mengen an Salzbildern wie Chlorid, Sulfat, Hydro­gen­c­ar­bo­nat oder Natrium an. Wie hoch der Sicker­was­ser­an­fall ist, wird durch Alter und Aufbau des Depo­nie­kör­pers sowie die Gestaltung der Depo­nie­ober­flä­che beeinflusst. Für die Behandlung und Einleitung des anfallenden Sicker­was­sers sind sowohl dessen Zusam­men­set­zung als auch die Menge bedeutend. Unbehandelt gefährdet das anfallende Depo­nie­si­cker­was­ser die Umwelt. Es muss deshalb bspw. über Drainagen gefasst und entspre­chend der spezi­fi­schen Anfor­de­run­gen vorbe­han­delt oder aufbereitet werden. 

 

Aufbereitung Deponiesickerwasser

Die Erfahrungen aus den letzten Jahrzehnten zeigen, dass konventionelle Behandlungs-methoden aus der kommunalen Kläranlagentechnik oder Umkehrosmoseanlagen bei der Aufbereitung von Deponiesickerwässern mehr und mehr wirkungslos werden. Diese Entwicklung liegt darin begründet, dass Abfälle mit einem organischen Kohlestoffanteil > 5 % seit 1996 nicht mehr deponiert werden dürfen. Die vorher abgelagerten kohlenstoffreichen Abfälle haben sich weitestgehend biologisch abgebaut. Dadurch sind gleichzeitig die Konzentrationen an abbaubaren und mittels Kläranlagentechnik behandelbaren organischen Verbindungen im Sickerwasser deutlich gesunken. Im Unterschied dazu haben sich die Anteile an nicht abbaubaren organischen Verbindungen im Sickerwasser vielfach über die Zeit erhöht, genauso wie die Gehalte an Salzbildnern und Schwermetallen. Um diesen Veränderungen gerecht zu werden, stehen uns heute maßgeschneiderte Lösungen zur Sickerwasserbehandlung zur Verfügung, die in vielen Anwendungsfällen überdies die wirtschaftlichere Lösung darstellen.

Jörn Müller Jörn Müller
Wir machen Ihre Sache zu unserer Sache!
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Fact Sheet
Gerne bringen wir unsere langjährige Erfahrung im Bereich der Aufbereitung schadstoffbelasteter Wässer mit ein. Lesen Sie mehr zu maßgeschneiderten Lösungen zur Sickerwasserbehandlung.
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Ehemalige Deponie Brandheide
Ehemalige Deponie Brandheide
Bei der ehemaligen Deponie Brandheide waren wir unter anderem mit der Ökologischen Baubegleitung, der Erstellung und Umsetzung eines Untersuchungsprogramms sowie eines Sanierungskonzepts beauftragt.

Lösungen

Gerne bringen wir unsere langjährige Erfahrung im Bereich der Aufbereitung schadstoffbelasteter Wässer in die Bearbeitung Ihres Deponieprojekts mit ein und stehen Ihnen als kompetenter und zuverlässiger Partner zur Seite. Die Fassung und Wiedereinleitung von Sickerwasser gehört ebenfalls in unser Repertoire. Wir unterstützen Sie bei allen Behördenangelegenheiten wie dem Einholen und Nachhalten von Genehmigungen und stellen darüber hinaus sicher, dass Sie alle aktuellen Richtlinien und gesetzlichen Vorgaben einhalten. Unsere Experten arbeiten in interdisziplinären Teams und beraten Sie gerne bei allen auftretenden Fragen über alle Projektphasen hinweg. Wir klären Sie über Möglichkeiten und Nachteile einzelner Verfahren auf und finden die für Sie technisch und wirtschaftlich beste Lösung. 

Unsere Kompetenzen

  • Erkundung Deponie mittels klassischer und innovativer Tech­no­lo­gien
  • Bestimmung Wasser­qua­li­tät mit Blick auf Quali­täts­an­for­de­run­gen zur Direkt- oder Indi­rekt­ein­lei­tung inkl. chemischer Analysen
  • Planung und Konzep­tio­nie­rung von Labor- und Feld­ver­su­chen sowie Pilotierung vor Ort
  • Konzep­tio­nie­rung, Genehmigung und Planung der Sicker­was­ser­auf­be­rei­tung
  • Wirt­schaft­lich­keits­be­trach­tun­gen
  • Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren und Behör­den­ma­nage­ment
  • Ausschrei­bung und Vergabe
  • Bauüber­wa­chung inkl. SiGeKo
  • Betriebs­über­wa­chung und Monitoring
  • EDV-gestützte Auswertung
  • Projekt­steue­rung

Ausbau und Teilstilllegung Deponie Höfer
Beim Ausbau und Teil­still­le­gung der Deponie Höfer erbrachten wir die Örtliche Bauüber­wa­chung, Überprüfung der Sicker­was­ser­be­hand­lung und -optimierung sowie das Sicker­was­ser­ma­nage­ment.

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