Leistungen
Das Modell hat seinen Ursprung in den 1990er Jahren in den Niederlanden, als die Hafenerweiterung von Rotterdam nach zwei Projektierungsversuchen aufgrund von Widerständen diverser Stakeholder zu scheitern drohte. Ein neuartiger, öffentlichkeitsorientierter Kommunikations- und Planungsansatz war zu diesem Zeitpunkt der letzte Versuch, einen Eklat zu verhindern und zugleich die Geburtsstunde des strategischen Stakeholder Managements. Dieses erlaubte schließlich die erfolgreiche Entwicklung und den Bau der 3 Mrd. € teuren Maasvlakte II, einer Erweiterung des Hafens in Rotterdam.
Hinter dem Stakeholder Management steht der „Mutual Gains Approach“ (gegenseitiger Mehrwert – nicht gleichzusetzen mit „win win“). Dies ist ein Prozessmodell des MIT in Boston, das auf wissenschaftlichen Erkenntnissen aus hunderten Praxisfällen basiert. Das Stakeholder Management gliedert sich in zehn Prozessschritte und konzentriert sich auf die Interessen der Stakeholder, um bessere Verhandlungsergebnisse zu erzielen. Dabei sollen die eigene Reputation gewahrt sowie nachhaltige Beziehungen zu Stakeholdern aufgebaut werden
Kern des Modells ist ein strukturierter Ablauf, bei dem zunächst Standpunkte und die dahinter liegenden Interessen detailliert analysiert, gegebenenfalls geklärt und visualisiert werden. Dies ermöglicht die Festlegung spezifischer Einbindungen von Stakeholdern und Stakeholdergruppen im Projekt, ebenso wie die gezielte Vorbereitung des konfliktlösenden und konsensorientierten Dialogs. Während der Dialogvorbereitung werden dem Projektmanagement die wesentlichen Interessen der Stakeholder, Sachstände und Risiken für das Projekt transparent bereitgestellt. Die Umsetzung zielt darauf ab, lösungsorientierte Dialogergebnisse zu erzielen, die getroffenen Vereinbarungen ins Projekt zu integrieren, zu organisieren und nachzuhalten.
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