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Baustelle mit Kran und Hochäusern im HintergrundBaustelle mit Kran und Hochäusern im Hintergrund

Bergung einer Bohrmaschine

Komplexe Ingenieurleistung bei Kairos Metro-Linie 3: Bodenvereisung ermöglichte die sichere Bergung einer Tunnelbohrmaschine.

Auftraggeber

vertraulich

Standort

Kairo, Ägypten

Fokusthema

Ansprechpartner

Person in a gray suit with a white shirt stands by a white brick wall.
Sven Keßler
Projektmanager

Tübbingversagen verursacht Krater und komplexe TBM-Bergung

Bei einem großen Infrastrukturprojekt, der U-Bahn-Linie 3 in Kairo, kam es 2009 durch den Einsturz eines fertiggestellten Tübbingrings zu einem Einbruch von Wasser und Boden in den U-Bahn-Tunnel, wodurch nicht nur ein riesiger Krater mitten in der Stadt entstand, sondern auch die Tunnelbohrmaschine etwa 25 - 35 m unter Gelände verschüttet wurde.

Einsturz eines Tübbingrings

Der Ausfall eines Segments führte zu Wassereinbruch, Bodenverlust und einem großen Krater an der Oberfläche.

Aufwendige Bergung der TBM

Ein 97 m tiefer Schacht und monatelange Vereisung ermöglichten die Freilegung und Rettung der verschütteten Tunnelbohrmaschine.

Zwischen den Stationen El Gaish und Bab El Shaaria im Stadtteil Bab Al-She'riya stürzte ein bereits erstellter Tübbingring mitten im 4,3 km langen Vortrieb der Tunnelbohrmaschine (TBM) ein. Sie hätte zu diesem Zeitpunkt noch etwa 1,2 km Tunnel bis zur endgültigen Fertigstellung vortreiben müssen. Ursache für den Vorfall war ein herausgefallenes Segment aus einem Tübbingring. Durch diesen Vorfall konnten Wasser und Erdreich in den Tunnel eindringen, wodurch ein Bodenverlust entstand, der zu einem riesigen Krater an der Oberfläche führte.

Zunächst musste der betroffene Bereich aufgefüllt und stabilisiert werden. Anschließend begannen die Bergungsarbeiten der Tunnelbohrmaschine mit Hilfe eines 97m tiefen vertikalen Schlitzwandschachts. Die Vereisung fand dabei aus diesem vertikalen Bergungsschacht heraus statt, indem eine konisch auf den Tunnel zulaufende Sole-Vereisung geplant, installiert und für mehrere Monate betrieben wurde. Im Schutze dieser Vereisung konnte begonnen werden, die TBM freizulegen, den gebrochenen Ring zu reparieren und schließlich die verschüttete TBM zu bergen. CDM Smith übernahm hierfür die komplette technische Bearbeitung im Auftrag von Bauer Spezialtiefbau und überwachte die Bodenvereisung vor Ort.

„Vor der Hacke ist es duster“ – das zeigte sich im Projekt besonders deutlich, da der Frostkörper im Verbruchbereich lag und damit in sehr gestörten Bodenverhältnissen.

Sven Keßler, Experte für Bodenvereisung

Ansprechpartner

Sie haben Fragen zum Projekt oder zu unseren Leistungen? Kontaktieren Sie unseren Experten.

Person in a gray suit with a white shirt stands by a white brick wall.

Sven Keßler

Projektmanager

Dipl.-Ing. Sven Keßler ist Projektmanager mit Schwerpunkt Spezialtiefbau und Bauwerke sowie Experte für Geotechnik, Gründungen und Bodenverbesserung.

Projekteinblicke

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