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© Mike Mareen Fotolia

Leaning Tower of Pisa with cathedral, blue sky, and grassy foreground.Leaning Tower of Pisa with cathedral, blue sky, and grassy foreground.

Der schiefe Turm von Pisa - dauerhaft sicher gegründet

Der schiefe Turm von Pisa zählt zu den bekanntesten Bauwerken der Welt und wurde mit der Unterstützung von CDM Smith aufwändig saniert und aufgerichtet.

Auftraggeber

Rodio und Consorzio Progetto Torre di Pisa

Standort

Pisa, Italien

Leistungen

Fokusthema

Ansprechpartner

Person in a gray suit with a white shirt stands by a white brick wall.
Sven Keßler
Projektmanager

Sanierung eines Weltwahrzeichens

Der schiefe Turm von Pisa zählt zu den bekanntesten Bauwerken der Welt. 1990 wurde der Turm für Besucher gesperrt, da seine Schieflage ein kritisches Ausmaß angenommen hatte. In den folgenden Jahren wurde der Turm mit Unterstützung von CDM Smith aufwändig saniert und aufgerichtet.

Schieflage über Jahrhunderte

Bereits nach dem Bau weniger Stockwerke neigte sich der Turm aufgrund der weichen, bindigen Böden – ein Problem, das seine Fertigstellung über Jahrhunderte prägte.

Geotechnische Sanierung

Unsere Expert*innen berieten die Sonderkommission, untersuchten den Gründungsboden und begleiteten die Sanierung mit Monitoring und Bodenvereisung.

Stabilisierung der Neigung

Nach zwölf Jahren Bauzeit wurde der Turm um 44 cm aufgerichtet und seine Schieflage sicher stabilisiert, sodass Besucher*innen ihn heute wieder betreten können.

Schiefe Rekorde

Der Turm von Pisa neigt sich um 3,97° nach Süden – doch der schiefste Turm der Welt steht in Suurhusen, Niedersachsen, mit 5,07° Neigung.

Projekthintergrund

Der schiefe Turm von Pisa sollte ur­sprüng­lich als frei­ste­hen­der Glo­cken­turm (Cam­pa­ni­le) zum Dom von Pisa dienen. Bereits zwölf Jahre nach der Grund­stein­le­gung im Jahr 1173 begann sich der Turm­stumpf aufgrund der Bo­den­be­schaf­fen­heit zu neigen. Unter dem Gewicht der ersten drei Stock­wer­ke ver­form­te sich Untergrund, bestehend aus vorwiegend bindigen Böden von zum Teil weicher Konsistenz. Er ver­ur­sach­te so die Schief­la­ge des Turms. 100 Jahre später ver­such­te ein zweites Team, die Neigung aus­zu­glei­chen, indem es die nächsten vier Stock­wer­ke schräg er­rich­te­te. Dennoch wurde der Bau nochmals un­ter­bro­chen und erst 200 Jahre später fer­tig­ge­stellt.

 

Ausgangslage und Sanierungsmaßnahmen

Seit 1911 zeigten Messungen, dass sich der Turm jährlich weiter um etwa 1,2 mm neigte. Für die Sanierung des zum Weltkulturerbe ernannten Bauwerks wurde eine Sonderkommission gebildet (Consorzio Progetto Torre di Pisa). Sie zog 1986 unsere Geotechniker*innen beratend hinzu und wir untersuchten erste Bodenproben aus dem Gründungsbereich. Ziel der Sanierung war nicht, den Turm zu begradigen, sondern die Schieflage geringfügig zurückzuführen und die Neigung anschließend in dieser Lage zu stabilisieren. Nachdem die Neigung des Glockenturms jedoch einen kritischen Winkel erreichte, wurde der Turm im Januar 1990 für Besucher*innen geschlossen.

Bei der Sanierung des Bauwerks berieten wir die Sonderkommission zum Einfluss der Baumaßnahmen auf das Neigungsverhalten und die Standsicherheit des Turms und übernahmen im Zuge einer Bodenvereisung das baubegleitende Monitoring. Nach 12 Jahren Bauzeit war der Turm schließlich um 44 cm aufgerichtet. Touristen können das Wahrzeichen der Stadt Pisa seit 2001 wieder besteigen und von innen besichtigen.

Leaning Tower of Pisa with surrounding construction site and crane.
Baugrundvereisung zur temporären Stabilisierung

 

Ansprechpartner

Sie haben Fragen zu unseren Leistungen?
Kontaktieren Sie unseren Experten.

Person in a gray suit with a white shirt stands by a white brick wall.

Sven Keßler

Projektmanager

Dipl.-Ing. Sven Keßler ist Projektmanager mit Schwerpunkt Spezialtiefbau und Bauwerke sowie Experte für Geotechnik, Gründungen und Bodenverbesserung.

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