Analyse der PFAS-Belastung
CDM Smith erstellte eine Übersicht aller bisher erhobenen Daten und identifizierte zusammenhängende Belastungsbereiche wie auch einzelne Auffälligkeiten.
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Im Norden Düsseldorfs wurden an Grundwassermessstellen PFAS-Belastungen festgestellt. CDM Smith unterstützte bei Analyse und Darstellung.
Umweltamt Stadt Düsseldorf
Düsseldorf
In den vergangenen Jahren haben Per- und Polyfluorierte Chemikalien (PFC) bzw. Per- und Polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) im Zusammenhang mit Boden- und Grundwasserschäden zunehmend an Aufmerksamkeit gewonnen - so auch in Nordrhein-Westfalen.
CDM Smith erstellte eine Übersicht aller bisher erhobenen Daten und identifizierte zusammenhängende Belastungsbereiche wie auch einzelne Auffälligkeiten.
Wir führten zusätzliche Beprobungen und gezielte Grundwassererkundungen durch und errichteten neue Messstellen, um die räumliche Ausdehnung der PFAS-Belastung flächenhaft abzubilden.
Im Rahmen einer routinemäßigen Grundwasserüberwachung wurden 2007 im Norden Düsseldorfs, in den Stadtteilen Kaiserswerth, Kalkum/Zeppenheim und Lichtenbroich/Flughafen, ca. 50 Grundwassermessstellen auf Per- und Polyfluorierte Chemikalien (PFC) bzw. Per- und Polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) hin untersucht.
In einzelnen Messstellen konnten während dieser Untersuchungsmaßnahmen flächig verteilte PFAS-Belastungen mit zum Teil sehr hohen Analysewerten im Grundwasser festgestellt werden.
Das Umweltamt der Stadt Düsseldorf beauftragte CDM Smith daraufhin 2008 mit der Auswertung und Darstellung der PFAS-Belastung im Düsseldorfer Norden. Dazu werteten wir die zwischen 2007 und 2008 vom Umweltamt erhobenen PFAS-Belastungen aus. Das Resultat: An verschiedenen Stellen im Projektgebiet lagen hohe PFAS-Gehalte vor, deren Herkunft und Zusammenhang bis dato noch weitestgehend unbekannt waren. Angesichts dieser Ausgangslage ergab sich ein dringender Handlungsbedarf für weitere Untersuchungsmaßnahmen.
CDM Smith wurde daher mit einer zusammenfassenden Darstellung, Dokumentation und Bewertung der bis dato aufgenommen Daten und Informationen beauftragt. Im Ergebnis zeigten sich mehr oder weniger zusammenhängende Belastungsbereiche, die in weiten Teilen deutlich erhöhte PFAS-Gehalte im Grundwasser aufwiesen, sowie punktuelle Auffälligkeiten.
Aufbauend auf den Ergebnissen der ersten Datenerfassung wurden in den Folgejahren weitere Grundwassermessstellen beprobt und analysiert sowie weitere gezielte Erkundungen im Norden Düsseldorfs vorgenommen. Mithilfe des Baus neuer Grundwassermessstellen konnte außerdem die Ausdehnung der Grundwasserverunreinigung erstmals flächenhaft dargestellt werden.
Bei PFAS gibt es keine Einheitslösung. Jedes Projekt erfordert eine individuelle Herangehensweise.
Jörn Müller, Projektleiter