Fundierte Baugrunderkundung
Detaillierte Untersuchungen lieferten eine belastbare Grundlage für Planung und Ausführung.
CDM Smith untersuchte die Baugrundverhältnisse des letzten Streckenabschnitts, plante die Maßnahmen zur Baugrundverbesserung und begleitete die Bauausführung als geotechnische Fachinstanz.
Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr Sachsen/ Autobahn GmbH
Leipzig
Die A72 ist eine rund 170 km lange Autobahnverbindung vom Bayerischen Vogtland über Chemnitz bis Leipzig. Ihr Bau stellte eine technische Herausforderung dar – nicht zuletzt aufgrund komplexer Randbedingungen speziell in den letzten Streckenabschnitten südlich von Leipzig.
Detaillierte Untersuchungen lieferten eine belastbare Grundlage für Planung und Ausführung.
Unsere geotechnische Fachbegleitung sorgte für eine sichere Umsetzung der Maßnahmen während der Bauausführung.
Der Abschnitt verläuft über den ehemaligen Tagebau Espenhain mit bis zu 70 Meter mächtigen Abraummassen.
Für eine stabile Trasse waren umfangreiche Untergrundverbesserungen sowie präzise Planung und Umsetzung notwendig.
Der letzte Streckenabschnitt 5.2 der neuen Bundesautobahn A72 zwischen Leipzig und Chemnitz war besonders anspruchsvoll. Der Neubau zwischen Rötha und der A38 verläuft größtenteils über das Gebiet des ehemaligen Tagebaus Espenhain, wo der Untergrund aus bis zu 70 Meter mächtigen Abraummassen besteht, die in den 1950er und 1960er Jahren verkippt wurden. Um eine stabile Grundlage für die Autobahn zu schaffen, waren umfangreiche Untergrundverbesserungsmaßnahmen erforderlich. Die geotechnischen Bedingungen dieses Abschnitts wurden in die Kategorie 3 eingeordnet – eine Einstufung für besonders schwierige Baugrundverhältnisse, die hohe Anforderungen an Planung und Bauausführung stellt.
Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr Sachsen beauftragte CDM Smith mit der bauvorbereitenden Baugrunderkundung, Planung der Untergrundverbesserungsmaßnahmen, und der geotechnischen Fachbegleitung für die Bauausführung. Für die Untergrundverbesserung setzten wir eine Kombination aus Rüttelstopfsäulen, Vertikaldrainagen und Überschüttungsmassen ein, um die Tragfähigkeit und Stabilität des Bodens zu gewährleisten. Nach etwa zwei Jahren Bauzeit zeigen sich die ersten Ergebnisse: Die ursprünglichen Modellannahmen und Prognosen zum Verformungsverhalten des Untergrunds haben sich bestätigt.
Am 19. Juli 2025 wurde die Richtungsfahrbahn Chemnitz zwischen dem Kreuz Leipzig Süd und der Anschlussstelle Zwenkau für den Verkehr freigegeben. Der Verkehr rollt nun erstmals auf der eigentlichen Fahrbahn – mit zwei von drei Fahrstreifen. Die Anschlussstelle Zwenkau ist vollständig angebunden, und der Einsatz von Flüsterasphalt sorgt für eine spürbare Lärmminderung.
Die vollständige Fertigstellung dieses Abschnitts sowie der Lückenschluss zur A38 sind für Ende 2026 geplant. Nach Abschluss der Arbeiten wird die A72 durchgehend vom Bayerischen Vogtland über Chemnitz bis Leipzig befahrbar sein.
Unsere Verformungsprognosen und Modellannahmen, die wir anhand von Großversuchen vor Beginn des ersten Bauloses überprüfen und anpassen konnten, gehen auf. Wir sind dankbar, dass unser Auftraggeber uns die Möglichkeit eingeräumt und das Vertrauen gegeben hat, mit solchen Großversuchen eine wirtschaftliche Lösung für das gesamte Projekt zu finden.
Manuel Quilisch, Projektmanager
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Bereichsleiter/Stellv. Geschäftsbereichsleiter
Als Experte für Infrastruktur und Geotechnik leitet er den gleichnamigen Geschäftsbereich am Standort Leipzig. Der Diplom-Ingenieur bringt umfassende Erfahrung aus nationalen und internationalen Projekten in die Geotechnik ein.
Projektmanager
Als Projektmanager betreut Manuel Quilisch Baugrunderkundungen und Gründungsberatungen und begleitet Projekte im Verkehrswegebau, Grund‑ und Spezialtiefbau sowie in der geotechnischen Bauüberwachung.
Projektingenieurin
Antje Schober ist im Bereich Geotechnik & Infrastruktur tätig und bringt fundierte Erfahrung in der Bauüberwachung, Ausschreibung und Vergabe sowie in der geotechnischen und umweltfachlichen Baubegleitung (BBB, öBB) mit. Ergänzend zählen die Probenahme, die Bewertung von Böden nach EBV und LAGA sowie die messtechnische Überwachung im Spezialtiefbau zu den Tätigkeitsschwerpunkten.
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