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Mit Hightech gen Zukunft: Wie neue Tech­no­lo­gien Ihre Prozesse voran­brin­gen

von Dave Neitz Leitender informationsmanager
David Neitz hat über 20 Jahre in IT-Abteilungen gearbeitet und ein breites Netzwerk mit Kollegen, Teammitgliedern, Geschäftspartnern, Kunden und Führungskräften aufgebaut. In diesem Interview zeigt der anerkannte Branchenführer, wie die Technologiekosten drastisch sinken, und gibt einen Ausblick auf die großen Sprünge, die unseren beruflichen Alltag künftig verändern werden.

 Wie schnell entwickeln sich die neue Technologie?

Die Technologie bewegt sich in einem Tempo, das weit über Moores Gesetz hinausgeht. Die Rechen­ka­pa­zi­tät verdoppelt sich also schneller als alle zwei Jahre und gleich­zei­tig fallen die Preise dramatisch. Ich möchte das an Tran­sis­to­ren und Reiskörnern veran­schau­li­chen. Tran­sis­to­ren werden heute weltweit schneller produziert als Reiskörner. Sie können ein 16 GB Flash-Laufwerk aus 128 Milliarden Tran­sis­to­ren zum Preis von etwa sieben 5-Pfund-Säcken Reis mit je 150.000 Körnern kaufen. Rechnen Sie selbst nach und Sie werden heraus­fin­den, dass Sie 125.000 Tran­sis­to­ren für die Kosten eines einzelnen Reiskorns kaufen können.

Wie verändert diese Entwicklung die Zusam­men­ar­beit zwischen Kunden und Ingenieuren und Baupartnern? 

Die Verfüg­bar­keit und der niedrige Preis dieser Art von Technologie verändert die Art und Weise, wie wir Infra­struk­tur­an­la­gen planen, bauen und betreiben. Da Tran­sis­to­ren und Sensoren heute weit verbreitet und erschwing­lich sind, haben wir die Möglichkeit, Daten auf eine Weise zu sammeln und zu analysieren, die bisher nicht möglich war. Wenn Sie heute eine große, komplexe Anlage betreiben, können Sie auf einfache Weise Daten aus all Ihren Anlagen sammeln und konti­nu­ier­lich analysieren, wie Ihr Gesamt­sys­tem und die einzelnen Anla­gen­teile funk­tio­nie­ren. Darüber hinaus können Sie zukünftige Betriebssze­na­rien modellieren, um Probleme zu vermeiden. Durch diese Verwendung von Daten können wir Zeit und Geld sparen und gleich­zei­tig Stillstände vermeiden.

Wie können Kunden diese Echtzeit-Daten­er­fas­sung und -analyse nutzen, um ihre laufenden Projekte positiv zu beein­flus­sen?

Es ist interessant, etwas zu sehen, das bereits geschehen ist - aber ist es nicht wirkungs­vol­ler, etwas zu sehen, während es geschieht, oder bevor es passiert ist? Die neuen Fort­schritte ermöglichen es unseren Kunden, alle Aspekte ihrer Geschäfts­tä­tig­keit zu beein­flus­sen, bevor sie Probleme und damit Kosten verursachen. Mit Echtzeit-Analysen können wir rechtzeitig handeln, um unseren Kunden das beste wirt­schaft­li­che Ergebnis zu liefern. Ein weiterer Faktor ist, dass wir nicht nur die von Sensoren und Systemen gewonnenen Infor­ma­tio­nen analysieren, sondern auch verstehen, wie andere externe, unabhängige Faktoren wie z. B. das Wetter den Betrieb beein­flus­sen können. Wir wollen für unsere Kunden die Faktoren iden­ti­fi­zie­ren, die den größten Einfluss haben, und ihnen zeigen, wo sie ihre Zeit und ihr Kapital investieren sollten.

Wie können Kunden ihren Tech­no­lo­gie­an­satz ändern, um diese Fort­schritte zu nutzen? 

Die Schlüs­sel­fra­ge für unsere Kunden mit teilweise abge­schrie­be­nen, alternden Vermö­gens­wer­ten ist: Wie kann ich Kapital freisetzen, um in den Ersatz eines Vermö­gens­wer­tes zu investieren? Wichtig ist dabei das Streben nach Innovation. Dabei lassen sich drei Ebenen unterscheiden: inkre­men­telle, nachhaltige und disruptive Innovationen. Inkre­men­telle Inno­va­tio­nen führen zu kleinen, aber wirkungs­vol­len Verän­de­run­gen, um das Geschäft zu verbessern. Konsequente Innovation auf diesem Niveau ist wichtig, um die Kosten zu senken und Ihre Anlagen auf dem neuesten Stand zu halten. Nachhaltige Inno­va­tio­nen gehen einen Schritt weiter und können Ihnen für eine gewisse Zeit einen Wett­be­werbs­vor­teil verschaffen. Und bahn­bre­chende Inno­va­tio­nen verändern eine Branche dramatisch und führen zu einer völlig neuen Heran­ge­hens­weise an Geschäft und Betrieb. Die Kunden sollten sich auf alle drei konzen­trie­ren. Um zu störenden, drama­ti­schen Verän­de­run­gen zu gelangen, müssen Sie die inkre­men­tel­len und nach­hal­ti­gen Verbes­se­run­gen iden­ti­fi­zie­ren, die Dollars und Kapazitäten freisetzen.

Können Eigentümer und Betreiber sicher sein, dass eine Investition in neue Tech­no­lo­gien zu vernünf­ti­gen Kosten erfolgt? 

Die gute Nachricht ist, dass die Kosten der Technologie sinken. Bis vor kurzem waren die Hard­ware­kos­ten für Eigentümer und Betreiber in der Regel uner­schwing­lich, da sie für die notwendige Infra­struk­tur erheblichen Platz benötigten. Die Cloud hat dieses Problem beseitigt, und die Preise für die Daten­spei­che­rung sind gerade im letzten Jahr drastisch gesunken. Wie bereits erwähnt, sind die Kosten für Sensoren ebenfalls drastisch gesunken, sodass die Kunden Infor­ma­tio­nen in Echtzeit erhalten, um Entschei­dun­gen zu treffen und zukünftige Inves­ti­tio­nen zu tätigen. Ich glaube, dass der größte Kosten­fak­tor, der sich vorwärts bewegt, die Menschen sein werden, die mit all den großartigen Daten umgehen müssen.

Welche spannenden neuen Tech­no­lo­gien kommen auf den Markt, für die sich die Kunden begeistern sollten? 

Spannend sind Tech­no­lo­gien wie die Hololens von Microsoft, die erste Mixed-Reality-Brille, mit der Sie hoch­auf­lö­sende Hologramme in Ihrer physischen, realen Umgebung erleben können. Wir lernen, wie diese Tools die Zusam­men­ar­beit mit unseren Kunden unter­stüt­zen können, lange bevor ein Entwurf erstellt wird. Da die Kosten für Sensoren so drastisch sinken, integrieren wir sie auch stärker in unsere Konstruk­tio­nen, um unseren Kunden einen Echtzeit-Einblick in die Funk­ti­ons­weise ihrer Anlagen zu geben. 

Was ist der größte tech­no­lo­gi­sche Impulsgeber, der die Kunden in ihren Prozessen voran­brin­gen wird?

Ich glaube, dass holo­gra­fi­sche Werkzeuge unsere Branche verändern werden. Da gebaute Umgebungen immer komplexer werden, können wir uns keine Zeit mehr für die Fehlersuche, den Transport und die Schulung von Personal oder gar den Betrieb leisten. Diese neuen Werkzeuge ermöglichen eine sofortige Rückmeldung während des gesamten Projekt­le­bens­zy­klus, ohne dass das gesamte Projektteam vor Ort sein muss. Beispiels­weise könnte einem Bediener während der Konstruk­tion ein virtueller Kontroll­raum gezeigt werden, und bevor etwas gebaut wird, könnte er darauf reagieren und sagen: "Das wird dort nicht funk­tio­nie­ren, es muss hier hin." Mit einem Fingerdruck kann das Design aktua­li­siert werden, ohne dass sich Planer und Nutzer am selben Ort befinden. Diese neue Ebene der Zusam­men­ar­beit wird die Effizienz steigern und die Baukosten durch weniger Ände­rungs­auf­träge senken.

Neue Tech­no­lo­gien verändern die Art und Weise, wie wir Infra­struk­tur­an­la­gen planen, bauen und betreiben.
Dave Neitz Informationsmanager

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