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© ion42 für FAIR GSI Helmholtzzentrum Schwerionenforschung

Aerial view of an accelerator facility surrounded by forests and fields.Aerial view of an accelerator facility surrounded by forests and fields.

Beschleunigeranlage FAIR Darmstadt

Für die Gründung der Teilchenbeschleunigeranlage erbringt CDM Smith alle geotechnischen Beratungs- und Planungsleistungen und begleitet die Ausführung der Arbeiten vor Ort.

Auftraggeber

FAIR Facility for Antiproton and Ion Research in Europe GmbH

Standort

Darmstadt

Ansprechpartner

Man in a navy suit and white shirt standing outdoors with a blurred background.
Wolfgang Kissel
Senior Projektmanager

Neubau eines Spitzenforschungszentrums

In Darmstadt entsteht das neue internationale Beschleunigerzentrum FAIR, eines der größten Forschungsvorhaben weltweit. Die Erkenntnisse aus den Experimenten sollen noch unerforschte Informationen zur Entstehung des Universums vor rund 13,8 Milliarden Jahren liefern.

FAIR: Forschung auf Weltniveau

Das internationale Großprojekt stellt extreme Anforderungen an Präzision, Stabilität und Strahlenschutz.

Kombinierte Pfahl-Plattengründung

Ein anspruchsvolles Gründungssystem mit FEM-Analysen und Probebelastungen gewährleistet maximale Stabilität unter extremen Lasten.

Baugrundtests in 60 m Tiefe

Umfassende Probebelastungen und Probeschüttungen erhöhten die Planungs- und Kostensicherheit.

Gigantische Erdbewegungen

880.000 m³ Boden wurden ausgehoben, zwischengelagert und später wieder eingebaut.

Auf einer Fläche von mehr als 20 ha wird als Herzstück der neuen Anlage ein Ring­be­schleu­ni­ger gebaut, an den sich ein komplexes System von Spei­cher­rin­gen und Expe­ri­men­tier­sta­tio­nen anschließt. Zum Strah­len­schutz wird der Beschleu­ni­ger­tun­nel in Tiefen bis 17 m unter Gelände gebaut und die Anlagen werden mit einer bis zu 15 m hohen Erdauf­schüt­tung bedeckt.

Für die Gründung des Bauvor­ha­bens erbringt CDM Smith alle geotech­ni­schen Beratungs- und Planungs­leis­tun­gen und begleitet die Ausführung der Arbeiten vor Ort. Mit Ausnahme des Beschleu­ni­ger­rings ist eine „Kombinierte Pfahl-Plat­ten­grün­dung“ für die Bauwerke geplant. Mit 3-dimen­sio­na­len Finite-Elemente Berech­nun­gen unter­such­ten wir dafür das Trag- und Verfor­mungs­ver­hal­ten des Baugrunds unter den künftigen Last­be­din­gun­gen. Eine Probe­be­las­tung mit 16 und 22 m langen Bohrpfählen in 60 m Tiefe und Probe­schüt­tun­gen verbes­ser­ten die Planungs- und Kosten­si­cher­heit. Innerhalb von nur 14 Monaten Bauzeit wurden so 60.000 m Bohrpfähle hergestellt - angesichts der Lage des Baufelds im Wasser­schutz­ge­biet und den hier geltenden Anfor­de­run­gen eine besonders anspruchs­volle Leistung.

„Die sensible Hochtechnologie bei FAIR stellt höchste Anforderungen an den Gründungsentwurf und die Setzungsberechnungen.“ Wolfgang Kissel, Projektmanager

Im darauf­fol­gen­den Bauab­schnitt folgte die vorgezogene Herstellung der tiefen Baugruben. Diese reichten bis etwa 19 m unter Gelände und wurden im Schutz einer Teil­ab­sen­kung des Grund­was­sers aufgefahren. Der Verbau bestand unterhalb des Grund­was­sers aus einer über­schnit­te­nen Bohr­pfahl­wand und sicherte die Baugrube oberhalb des Grund­was­sers durch eine Träger­bohl­wand. Die Grundfläche der Baugruben betrug in diesem Abschnitt rund 57.000 m². Etwa 880.000 m³ Boden wurden dafür ausgehoben, auf speziellen Lager­flä­chen zwischen­ge­la­gert und nach der Rohbau­her­stel­lung wieder verfüllt.

Derzeit werden die Rohbau­ar­bei­ten in zwei von drei Bauab­schnit­ten abge­schlos­sen. Die Instal­la­tion erdver­leg­ter Leitungs­tras­sen in großem Umfang steht noch aus. Ebenso die Fina­li­sie­rung der Gelän­de­mo­del­lie­rung durch den Wieder­ein­bau des Aushub­bo­dens. Die Gelän­de­auf­schüt­tun­gen rund um die Forschungs­ge­bäude werden bis circa 14 m Höhe über der ursprüng­li­chen Geländehöhe geführt. Im Rahmen dieses Prozesses führt CDM Smith aktuell die Quali­täts­über­wa­chung durch. Parallel zu den Außen­ar­bei­ten geht derzeit auch der technische Innenausbau mit den Forschungs­ein­rich­tun­gen voran.

 

Unsere Leistungen im Rahmen des Projekts:

  • Altlastenuntersuchung
  • Bauüberwachung
  • Baugrubenherstellung
  • Baugrunduntersuchung
  • Durchführen von Pfahl­probebelastungen
  • Kombinierte Pfahl-Plattengründung
  • Schadstoffuntersuchung

Visuelle Eindrücke des Projekts

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