Fassaden und Außenanlagen nehmen Gestalt an
Die Arbeiten an der neuen Flughafenanbindung von Stuttgart 21 haben in den vergangenen Monaten nochmals an Tempo gewonnen. Nachdem im letzten Jahr vor allem der Rohbau im Mittelpunkt stand, prägen nun Fassaden, Innenausbau und technische Ausstattung das Bild auf der Baustelle. Viele Bereiche wirken inzwischen wie eine Station, die darauf wartet, in Betrieb zu gehen.
Rund um den Zentralen Zugang zeigt sich die Fassade nahezu vollständig, und die Verglasung ist bereits abgeschlossen. Dadurch wird erstmals erkennbar, wie der Zugang später im Zusammenspiel mit den Außenanlagen wirken wird. Der Bau genau dieser Außenanlagen haben inzwischen begonnen: Die neue Zufahrtsrampe zum benachbarten Hotel Wyndham entsteht, Leitungen für Entwässerung, Beleuchtung und weitere Infrastruktur werden verlegt.
Innenausbau und technische Systeme im Stationsbereich
Im Inneren der Station hat sich ebenfalls viel getan. Die Granitplatten auf den Bahnsteigen sind verlegt, sodass die Bahnsteigbereiche nun ihre endgültige Form zeigen. Parallel dazu wird die technische Ausstattung eingebaut: Löschwasserentnahmestellen, Verkabelungen, Verkleidungen und weitere sicherheitsrelevante Einrichtungen finden ihren Platz. Die Aufzüge im Zentralen Zugang sind bereits montiert, inklusive der Verkleidung im Schacht. Im Zugang Ost fehlen lediglich noch die Kabinen. Auch das Lüftungssystem wächst weiter: Klappen, Kulissenschalldämpfer und die ersten Ventilatoren sind installiert.
Der Zugang Ost selbst hat den Rohbau hinter sich gelassen und befindet sich mitten im Ausbau. Fassadenarbeiten, Bodenbeläge und Haustechnik prägen das Bild, während gleichzeitig die ehemaligen Baustelleneinrichtungsflächen zurückgebaut werden. Wie am Zentralen Zugang beginnen auch hier die Arbeiten an den Außenanlagen, die später den Übergang zwischen Gebäude und Umfeld gestalten.
Vollausstattung der Tunnelröhren und Vorbereitung der Testfahrten
Ein Blick in die Tunnelröhren zeigt, wie weit die technische Infrastruktur bereits gediehen ist. Die Gleise sind vollständig verlegt, Weichen eingebaut, Handläufe und Notbeleuchtung montiert. Die Löschwasserversorgung ist installiert, und die Stromschiene, eine Deckenstromschiene statt der klassischen Oberleitung, ist fertig montiert. Auch die Schleusentüren zu den Verbindungsbauwerken sind eingebaut. Derzeit werden weitere Kabel für Telekommunikation und Sicherheitstechnik entlang der Tunnelwände verlegt. Im April stand ein wichtiger Schritt an: Die Schienen wurden einmal komplett abgeschliffen, um Produktionsrückstände vom Walzvorgang zu entfernen. Diese sogenannte Neuschienenbearbeitung sorgt dafür, dass die Züge später besonders ruhig über die Strecke rollen.
Parallel dazu laufen die Vorbereitungen für die nächsten Testfahrten. Nachdem bereits auf der freien Strecke Richtung Ulm erste Fahrten stattgefunden haben, wird bald die gesamte Strecke befahren.
Ausblick
Nun konzentrieren sich die Arbeiten auf den vollständigen Innenausbau der Gebäude, die Fertigstellung der Außenanlagen und Rettungsplätze sowie die Komplettierung der technischen Systeme. Sobald die Station im an das endgültige Strom- und Wassernetz angeschlossen ist, können die bauzeitlichen Zufahrten zu den Tunnelröhren zurückgebaut und die letzten provisorischen Versorgungsleitungen entfernt werden.
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