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Mit gebündelter Kraft: Verlegung der Bundes­straße B4/75 schafft Platz für Stadt­ent­wick­lung

DEGES Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH Hamburg
In einem zukunfts­wei­sen­den Projekt wird die Bundes­straße B4/75 im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg an die mehr­glei­sige Bahnstrecke verlegt. Durch die neue Stra­ßen­füh­rung entlang der bestehenden Bahnanlagen wird der Stadtteil künftig nur durch eine Verkehrs­achse getrennt und die Lebens­qua­li­tät der Anwohner deutlich verbessert.

Die Bahnstrecke zwischen Wanne-Eickel und Hamburg Haupt­bahn­hof verläuft in Süd-Nord-Richtung direkt durch den Hamburger Stadtteil Wilhelms­burg. In den vergangenen Jahrzehnten wurden zahlreiche alte Bahnanlagen am Rande der Strecke schritt­weise außer Betrieb genommen und zurück­ge­baut. Damit wurde der Weg frei für ein städ­te­bau­li­ches Projekt, dessen Schwerpunkt die Bündelung der bisher nur wenige hundert Meter entfernt, parallel verlau­fen­den Bundes­straße B4/75 mit der bestehenden Bahnstrecke ist. Durch die Bündelung von Schiene und Straße wollen die Verkehrs- und Stadtplaner wertvolle Flächen für neue Nutzungen gewinnen und die Lebens­qua­li­tät im Stadtteil Wilhelms­burg erhöhen.

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Im Zusam­men­hang mit der Stra­ßen­ver­le­gung musste der Baugrund umfassend verbessert werden, da dieser großflächig aus wenig tragfähigen Schich­ten (Torf und Klei) bestand. Die aus der Vornutzung vorhandenen Altlasten wurden dabei  berück­sich­tig­t und soweit erfor­der­lich saniert, um das Grundwasser vor negativen Einflüssen aus der Baumaßnahme zu schützen.

Mit den vertieften Unter­su­chun­gen ließen sich die Planung zur Gründung der Gleis­an­la­gen erheblich optimieren und die Baugrund­ver­bes­se­rungs­maß­nah­men auf ein Minimum reduzieren.
Georg Breit­spre­cher, Projekt­ma­na­ger

CDM Smith wurde in diesem Projekt als Planer und Fach­bau­über­wa­cher für alle Maßnahmen zur Bau­grund­ver­bes­se­rung und zur Sanierung von Altlasten beauftragt. Um spätere Setzungen der Bundes­straße zu verhindern, wurden diese durch Aufschüt­tung überhöhter Dämme vorweg­ge­nom­men. Nach Liegezeiten von mindestens sechs Monaten wurden die Über­schüt­tun­gen zurück­ge­baut, und der Straßenbau auf dem konso­li­dier­ten Baugrund konnte beginnen. Als weitere Bauver­fah­ren zur Baugrund­ver­bes­se­rung kamen Boden­aus­tausch, Tiefen­d­rai­nage und Rüttel­stopf­ver­dich­tung zum Einsatz.

Des Weiteren erhielt CDM Smith von der DEGES den Auftrag, die aus den vorlie­gen­den Baugrund­gut­ach­ten bestehenden Kenntnisse zum Baugrund zu vertiefen. In diesem Zusam­men­hang unter­such­ten wir den Baugrund im Bereich anzupassender und neuer Bahngleise, um geotech­ni­sche Kennwerte und boden­dy­na­mi­sche Eigen­schaf­ten der Klei- und Torf­schich­ten zu bestimmen bzw. zu bestätigen.

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Bedarfsorientiert, qualitativ hochwertig und termingerecht.

Lärmschutz für die Bewohner

Die Bewohner des Stadtteils Wilhelmsburg können aufatmen, da die Geräuschkulisse mit der Bündelung von Straße und Schiene in Verbindung mit Lärmschutzmaßnahmen deutlich verbessert wird.

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Veröf­fent­li­chung
Messtechnisch überwachte Großversuche beim Bau von Verkehrswegen als Grundlage für Optimierungen in der Planung und Ausführung
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YouTube
Drohnenflug über die Baustelle
https://www.youtube.com/watch?v=us0JC3ZkChc
Das Drohnenvideo von DEGES zeigt eindrucksvoll die Baustelle zur Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße in Hamburg im Mai 2018.
Zum Video

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