„Weil wir’s schlicht gemacht haben und nicht nur darüber geredet haben“
Kreislaufwirtschaft im Infrastrukturbau konkret erleben
Wie Kreislaufwirtschaft im Infrastrukturbau bereits heute funktionieren kann, zeigte der Besuch von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder im Circle in Offenbach. Vertreter*innen aus Politik, Bauindustrie und Infrastrukturmanagement diskutierten dort konkrete Lösungen, Pilotprojekte und Perspektiven für eine zirkuläre Infrastruktur. Auch CDM Smith war mit Andreas Roth, Vorstandsmitglied und Hartmut Schmid, Leiter der Nachhaltigkeitsabteilung, vertreten.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie große Infrastrukturvorhaben schneller, wirtschaftlicher und nachhaltiger umgesetzt werden können und welche Rolle Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft dabei spielen. Beim Experience Walk erhielten die Gäste Einblicke in laufende Projekte sowie innovative Ansätze.
Begrüßung und Politischer Rahmen
Daniel Imhäuser, Initiator des Circle, und Björn Simon, MdB, verkehrspolitischer Sprecher der CDU/CSU‑Bundestagsfraktion, betonten zum Auftakt die Bedeutung von Kooperationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. In seiner Keynote hob Bundesverkehrsminister Schnieder hervor, dass Building Information Modeling (BIM) ein zentrales Werkzeug für die Transformation des Infrastrukturbaues ist. Digitale Modelle ermöglichen eine ganzheitliche Planung und erleichtern die Wiederverwendung von Materialien. Gleichzeitig forderte er einen konsequenten Bürokratieabbau und ein modernes Planungsrecht, um Innovationen schneller umzusetzen.
Dr. Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes, stellte neue Ansätze im Bundesfernstraßenbau vor, etwa die Aufbereitung und Trennung von Materialien direkt vor Ort. Auch er betonte die Bedeutung von BIM als digitales Modell für Planung, Bau und Recycling.
Eindrücke der Veranstaltung
Zirkuläre Infrastruktur: Jetzt beginnt die Umsetzung
Im Innovationspanel wurde deutlich, dass der Wandel hin zu einer zirkulären Infrastruktur nur gemeinsam gelingt. Schnieder rief dazu auf, Lösungen konsequent umzusetzen. Güntner verwies auf den hohen Sanierungsbedarf, insbesondere bei Brücken, und die Notwendigkeit, neue Wege zu gehen. Weitere Stimmen plädierten dafür, positive Beispiele sichtbar zu machen, Reallabore zu nutzen und Planenden mehr Freiheiten beim Materialeinsatz zu geben.
Zum Abschluss betonte Daniel Imhäuser, dass der Circle selbst als Reallabor verstanden wird, in dem Kreislaufwirtschaft praktisch umgesetzt wird.
In fünf Jahren werden wir sagen: Weil wir’s schlicht gemacht haben und nicht nur darüber geredet haben.
Über CDM Smith
Circle – Hub für Urban Mining
Der Circle ist ein Kreislaufwirtschafts‑Hub im Offenbacher Hafen, in dem sich Unternehmen aus der Bau‑ und Rohstoffwirtschaft, Ingenieurbüros und weitere Akteure zusammenschließen, um gemeinsam an Lösungen für Urban Mining und zirkuläres Bauen zu arbeiten. CDM Smith ist seit der Gründung 2024 Mitglied im Circle.