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Rena­tu­rie­rung der Emscher und ange­schlos­se­ner Neben­ge­wäs­ser

Emschergenossenschaft Ruhrgebiet, Nordrhein-Westfalen
Um die Emscher und angeschlossene Nebengewässer zu renaturieren, entsteht ein umfangreiches unterirdisches Abwassersystem, das zur Aufnahme des Schmutzwassers dienen soll. Der Umbau stellt eines der größten Infrastrukturprojekte Europas dar.

Die Emscher entspringt bei Holzwickede und mündet nach 109 km in den Rhein bei Duisburg. Viele Kilometer, die bis vor einigen Jahren durch Abwässer der Bevölkerung und Industrie verschmutzt wurden. Eine unterirdische Kanalisation war bis dahin nicht möglich, da anhaltende Bergsenkungen durch den Bergbau das Rohrsystem zu verschieben drohten. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden die Emscher und deren Nebenflüsse reguliert und als offenes Abwasserkanalsystem mit trapezförmiger Befestigung in Betonsohlschalen geführt.

km
Renaturierungsfläche
Pumpwerke
km
Deiche

In den 1990er Jahren, nach Abschluss der Bergsenkungen, begann der Bau von Kläranlagen und insgesamt 400 km unterirdischen Abwasserkanälen, die das Schmutzwasser aufnehmen sollten. Der längste Abwasserkanal führt entlang des Emscher-Hauptlaufs über eine Strecke von 51 km. Der mehrere Jahrzehnte dauernde Emscher-Umbau einschließlich der Nebenflüsse ist eines der größten Infrastrukturprojekte Europas und hat Signalwirkung für ähnliche wasserwirtschaftliche und städtebauliche Großprojekte in ganz Europa. Im Anschluss an den Bau der Kanäle und somit nach Beseitigung der oberirdischen Abwasserfracht werden die Emscher sowie die angeschlossenen Nebengewässer auf einer Strecke von 240 km renaturiert. Die Betriebswege werden zu Fuß- und Radwegen umgebaut, so dass nicht nur der Freizeitwert verbessert wird, sondern auch die Tier- und Pflanzenwelt ihren Lebensraum zurückerobern können. Von den Maßnahmen sind teilweise auch die 112 km Deiche betroffen, die die Gewässerläufe sichern.

Wir sind an vielen Einzelprojekten beteiligt, das gemeinsame Ziel bleibt aber immer das gleiche.
Peter Priggert, Projektmanager

CDM Smith ist mit mehreren Einzel­pro­jek­ten entlang der Emscher Neben­ge­wäs­ser beauftragt. Hierzu zählen unter anderem der Borbecker Mühlenbach, der Hofsteder Bach und der Marbach. Wir stehen hier einerseits den Planern mit geotech­ni­scher und umwelt­tech­ni­scher Beratung zur Seite, anderseits unter­stüt­zen wir mit Leistungen wie der Erkundung des Baugrunds, geophy­si­ka­li­schen und umwelt­tech­ni­schen Bewertungen, Bestands­un­ter­su­chun­gen, Boden­ma­nage­ment und abschlie­ßen­der Fach­bau­lei­tung direkt die Rena­tu­rie­rung der Emscher und ihrer Neben­ge­wäs­ser.  

Ein gut funktionierendes Team kann Berge versetzen.

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