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Einrichtung einer Fischauf­stiegs­an­lage in Banzkow

Wasserstraßen-Neubauamt Magdeburg Banzkow, mecklenburg-vorpommern
In Banzkow, südöstlich von Schwerin, soll das abgängige Wehr der Staustufe Banzkow durch einen Neubau ersetzt und mit einer Fischaufstiegsanlage ausgestattet werden. CDM Smith konzipierte dafür zwei Lösungsvarianten.

Der erste Eindruck des Gewässers im kleinen Örtchen Banzkow ist idyllisch: Ein Wehr mit 1,20 m Stauhöhe, der Abfluss träge und über den kristallklaren Bach kann man fast hinüberhüpfen. Nach der wasserbaulichen Prüfung musste der Eindruck jedoch korrigiert werden: Das Gewässer ist „klein aber oho“.

Monate Projektlaufzeit
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Stauhöhe
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Höhe Fischaufstiegsanlage

Der Grund dafür ist das Wehr und eine Schleuse, die zusammen die Staustufe Banzkow bilden - die einzige Staustufe in der Stör-Wasserstraße, die den Schweriner See mit der Müritz-Elde-Wasserstraße verbindet. Das 1926 gebaute Wehr mit seinem rund 1,3 km langen Wehrarm hat es in sich: Es realisiert den Aufstau für den Schifffahrtsbetrieb der benachbarten Bundeswasserstraße und bewirtschaftet eine festgelegte Staulamelle inklusive des Abflusses aus dem Schweriner See. Ohne das Wehr würde die im Grundwasser liegende hölzerne Pfahlgründung des Schweriner Schlosses trocken fallen und damit die Standsicherheit des Bauwerks gefährden, das auch den Landtag Mecklenburg-Vorpommerns beherbergt. Zudem sichert das Wehr die Wasserführung zahlreicher Fischteiche und Naturschutzflächen im Umkreis.

Durch die Ergänzung der vorhandenen Planung für den Ersatzneubau des Wehres um eine Fischaufstiegsanlage wird nun die fehlende Durchgängigkeit der Störwasserstraße auch in Banzkow wiederhergestellt.
Ina Behrends, Wasserstraßen-Neubauamt Magdeburg

Im Dezember 2013 wurden bei einer Trockenlegung des Wehrs erhebliche Mängel festgestellt. Die Ergebnisse der Vorplanung von CDM Smith erbrachten, wie das Wehr mit einer Fischaufstiegsanlage ausgestattet werden kann. Weiterhin prüfen wir nun, wie die bereits vorliegende und verwaltungsintern genehmigte Entwurfsplanung für den Wehrersatz zu ändern und zu ergänzen ist. Als Lösungsvarianten für den Neubau konzipierten wir einen Schlitzpass und einen Raugerinne-Beckenpass, die als Umgehung des Sohlsprungs am Wehr die Durchgängigkeit des Gewässers gemäß der EG-Wasserrahmenrichtlinie wiederherstellen. Nach Abstimmung mit dem Wasserstraßen-Neubauamt werden wir die Entwurfsplanung der Fischaufstiegsanlage überarbeiten und die Planfeststellungsunterlage für den Wehrersatz und die Fischaufstiegsanlage erstellen.

 

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In unserem Fact Sheet erfahren Sie mehr über die Bedeutung von durchlässigen Gewässern.
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