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Urbane Architektur im Herzen Stuttgarts: Neues CityGate erstrahlt auf altem Grundriss

​CEREP Peak GmbH, Frankfurt/Main ​Stuttgart
Not macht bekanntlich erfin­de­risch. Angesichts der inner­städ­tisch beengten Platz­ver­hält­nisse entstand der Neubau des CityGates Stuttgart deshalb auf dem Grundriss des vorher zurück­ge­bau­ten Versatel Hochhauses. Eine technisch wie ökonomisch ausgereifte Lösung. CDM Smith plante für den Investor den Rückbau des bestehenden Hochhauses sowie Baugrubensicherung und Wasserhaltung.

Das 11-geschossige Bürogebäude „CityGate“ liegt in der Mitte von Stuttgart in unmit­tel­ba­rer Nähe zum Haupt­bahn­hof. Für den flexibel nutzbaren und mit innovativer Technik ausge­stat­te­ten Neubau war der Rückbau des ebenfalls 11-stöckigen Versatel Hochhauses erfor­der­lich. Wir planten diese vorlaufende Maßnahme über alle Leis­tungs­stu­fen der HOAI inklusive Erkundung der Bausubstanz und Rück­bau­sta­tik. Die Entkernung und den Rückbau begleiteten wir in Funktion der örtlichen Bauüber­wa­chung und Bauober­lei­tung sowie als Arbeits­si­cher­heits- bzw. Sicherheits- und Gesund­heits­schutz­ko­or­di­na­tor.

Büro- und Nutzfläche
Geschosse
m
tiefe Baugrube
Trotz der exponierten Lage des Baufelds im Kreu­zungs­be­reich von zwei Haupt­ein­falls­stra­ßen und in unmit­tel­ba­rer Nähe zur Groß­bau­stelle "Stuttgart 21“ konnte der Verkehr ungehindert während des Rückbaus und der Bauwerks­grün­dung passieren. 
Die Lage des Grundstücks im Heil­quel­len­schutz­ge­biet bedurfte einer besonders durch­dach­ten Grund­was­ser­hal­tung und Gründung.
Karl-friedrich gilbert, Projekt­ma­na­ger gründung

Für den Neubau des Büro­ge­bäu­des erstellten wir das Baugrund- und Grün­dungs­gut­ach­ten, planten Baugrube und Verbau, übernahmen die Beweis­si­che­rung der Nach­bar­ge­bäude und das Erschüt­te­rungs­mo­ni­to­ring während der Bauzeit. Aufgrund der inner­städ­tisch beengten Platz­ver­hält­nisse gründet der Neubau innerhalb des Grundrisses des Bestands­ge­bäu­des. Zur Sicherung der Baugrube nutzten wir die bestehenden Keller­au­ßen­wände, die auf verschie­dene Weise ertüchtigt wurden: Auf einem Drittel der Bestands­kel­ler­wand wurden die Hohlräume in der Wand mit bewehrtem Beton verfüllt und rück­ver­an­kert. Ein weiteres Drittel wurde durch rück­ver­an­kerte Stahl­trä­ger­pro­file mit kraft­schlüs­si­gem Verbund zur bestehenden Keller­au­ßen­wand ertüchtigt. Für die verblei­bende Strecke neben einem U-Bahntunnel planten wir eine Schrä­g­ab­stei­fung der Bestands­wand nach innen. Als Sonder­vor­schlag der Baufirma wurde hier eine Verbund­kon­struk­tion zwischen Bestands­wand und U-Bahntunnel gewählt.

Peter Vieres Image Peter Vieres Image
Die Lage des Baufelds an einem Verkehrsbrennpunkt erforderte eine sorgfältige Planung des Rückbaus.

Wussten Sie schon?

Das Mine­ral­was­ser-Quellsystem von Stutt­gart ist eines der bedeu­tends­ten Mine­ral­was­ser­vor­kom­men in ganz Europa. Es umspannt eine Fläche von 300 km² in sechs Landkreisen in und um Stuttgart. Damit die staatlich anerkannten Heil­quel­le­n in ihrer einmaligen chemischen Zusam­men­set­zung und seinem Kohlen­säu­re­ge­halt nicht verun­rei­nigt werden, stellte sie das Regie­rungs­prä­si­dium Stuttgart im Jahr 2002 unter beson­de­ren­ Schutz. Dazu formuliert die Verordnung beson­ders ­strenge Regeln, die über den üblichen Grund­was­ser­schutz hinausgehen und beispiels­weise den Umgang mit wasser­ge­fähr­den­den Stoffen, Grund­was­ser­ent­nah­men sowie die Tiefen­reich­weite baulicher Eingriffe betreffen.

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Die Antwort auf komplexe geotech­ni­sche Fragen liegt im voraus­schau­en­den Planen und in der Detail­ar­beit.
Karl-Friedrich Gilbert
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