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Einblick

Umwelt Due Diligence zur Vermeidung von Risiken bei Transaktionen

von Christiane Jung Business development managerin
Wer heutzutage ein Unternehmen, ein Grundstück oder eine Immobilie kauft, prüft in der Regel sorgfältig die finan­zi­el­len, steu­er­li­chen, markt- und wett­be­werbs­be­zo­ge­nen und rechtlichen Risiken. Der Begriff Due Diligence lässt sich im Deutschen mit "gebührende Sorgfalt" übersetzen. Gemeint ist also, dass ein Interessent die mit dem Kaufobjekt verbundenen Chancen und Risiken genau unter die Lupe nimmt. Die Due Diligence-Prüfung dient daher in erster Linie dazu, Infor­ma­tio­nen zu beschaffen, um eine überlegte Kauf­ent­schei­dung zu treffen. Auch Umweltrisiken wie etwa ein verun­rei­nig­tes Grundstück oder eine unklare umweltrechtliche Genehmigungslage spielen dabei eine wichtige Rolle. Denn der Wert eines Kaufobjekts hängt nicht zuletzt von möglichen Haftungs­ri­si­ken ab. Die Umwelt Due Diligence ist dabei sowohl für Käufer als auch Verkäufer vorteilhaft.

Seit 1985 hat sich die Anzahl der Unter­neh­mens­käufe und -fusionen mehr als verzwanzigfacht. Gleichzeitig ist auch der Aufwand für die Due Diligence bei den Verkaufsverhandlungen beträchtlich gestiegen.

Rechtlich vorge­schrie­ben ist die Umwelt Due Diligence zwar nicht, doch wer ein Unternehmen oder ein Grundstück erwirbt, von dem Umwelt­ri­si­ken ausgehen, kann auch dafür haftbar gemacht werden. Strengere gesetzliche Vorgaben und Richtlinien zur Bilanzierung von Vermö­gens­wer­ten tun ihr Übriges, weshalb die Umwelt Due Diligence einen immer größeren Stellenwert einnimmt. 

Wichtig ist, nicht nur den Ist-Zustand zu betrachten, sondern auch zu prüfen, ob die Transaktion künftigen Gesetzen und Richtlinien entspricht.
Christiane Jung, Business development managerin

Während immer mehr potenzielle Käufer die rechtlichen, steu­er­li­chen und finan­zi­el­len Verhält­nisse prüfen, werden die Umweltrisiken eines Unternehmens, eines Grundstücks oder einer Immobilie oft vernachlässigt. Dies ist umso gravie­ren­der, als deren Wert z. T. erheblich von umweltrelevanten Haftungsrisiken abhängt. Daher ist es wichtig, im Rahmen des Umwelt Due Diligence-Prozesses einen genauen Blick auf mögliche Umwelt­ri­si­ken und die daraus entste­hen­den monetären Risiken zu werfen. Zum Zeitpunkt der Transaktion absehbare Änderungen der Gesetz­ge­bung fließen in die Bewertung mit ein. Mögliche Umwelt­ri­si­ken oder die Beseitigung von Umwelt­schä­den lassen sich so direkt in das Vertrags­werk integrieren und im Kaufpreis abbilden.

Kauf­in­ter­es­sen­ten sollten daher immer auch einen sach­kun­di­gen Experten zu Rate ziehen. Er begutachtet und bewertet u. a. stand­ort­spe­zi­fi­sche Gefahr­stoffe, die Grund- oder Ober­flä­chen­was­ser oder den Boden verun­rei­ni­gen könnten sowie Schad­stoffe in der Bausubstanz und die genehmigungsrechtliche Situation. Die Umwelt Due Diligence hilft Käufern dabei, die Umwelt­ri­si­ken zu erkennen und die Kosten für erforderliche Maßnahmen abzu­schät­zen.

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Doch die Umwelt Due Diligence ist auch aus Verkäu­fer­sicht relevant. Deshalb empfiehlt sich neben der Käufer Umwelt Due Diligence (Käufer UDD) auch das Instrument der Verkäufer Due Diligence (Verkäufer UDD). Diese dient dazu, die zum Zeitpunkt des Verkaufs vorhandenen Umwelt­ri­si­ken bzw. -schäden aus Sicht des Verkäufers zu doku­men­tie­ren und kann zudem für die Trans­ak­ti­ons­ver­hand­lun­gen an den Käufer weitergegeben werden. Die Verkäufer UDD stellt somit den idealen Ausgangs­stand­punkt für die Verkaufs­ver­hand­lung dar.  

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