Per- und Poly­fluo­rierte Alkyl­sub­stan­zen – die unbekannte Gefahr

Per- und Poly­fluo­rierte Alkyl­sub­stan­zen – die unbekannte Gefahr
von Dr. Katja Amstätter Senior Consultant
Seit Ende der 1990er-Jahre werden das globale Vorkommen von Per- und Polyfluorierten Chemikalien (PFC) bzw. Per- und Polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) in der Umwelt und ihre poten­zi­el­len schädlichen Auswir­kun­gen auf die menschliche Gesundheit doku­men­tiert. Erst allmählich wird das Ausmaß der jahrelangen Verun­rei­ni­gung deutlich.

Umweltgifte in Boden und Grundwasser

Die zunächst positiv bewerteten Eigen­schaf­ten der sehr stabilen fluor­hal­ti­gen Verbin­dun­gen haben dazu geführt, dass sie Verwendung in unzähligen Verbrau­cher­pro­duk­ten gefunden haben. Sie sind zudem in fluor­hal­ti­gen Schaum­lösch­mit­teln zu finden, die vornehmlich bei Großbränden mit Treib­stof­fen oder Lösemitteln und dafür notwendige Übungen eingesetzt werden. Erhebliche PFAS-Einträge in entspre­chen­den Betriebs­be­rei­chen (u. a. in Treib­stoff­la­gern, zivilen und mili­tä­ri­schen Flughäfen, in der chemischen Industrie, auf Brand­übungs­plät­zen) und weit-reichende Verun­rei­ni­gun­gen von Boden und Grundwasser sind mitt­ler­weile in vielen Regionen auf der Welt nachweisbar.


Ebenso werden die Substanzen oft im direkten Umfeld von Produk­ti­ons­an­la­gen für PFAS in der Umwelt nach­ge­wie­sen. Zudem werden PFAS in der Textil- oder Papier­in­dus­trie sowie in metall­ver­ar­bei­ten­den Betrieben für Mate­ri­al­be­schich­tun­gen und in der Galvanik eingesetzt und so Abwässer erzeugt und Abfälle produziert, die PFAS, zum Teil seit Jahrzehnten, enthalten. In der Folge gelangen sie in den Untergrund, in das Grundwasser und schließlich bis in das Trinkwasser.

Wie gelangen PFAS in die Umwelt?

PFAS in Boden und Wasser

Bindende Grenzwerte sind vom Gesetzgeber bisher nur in wenigen Bereichen festgelegt – eine einheit­li­che Bewer­tungs­grund­lage fehlt noch weitgehend. Mit Ausweitung der gesetz­li­chen Grenzwerte werden PFAS jedoch nicht nur bei der Trink­was­ser­ge­win­nung, sondern auch bei der Behandlung von Abwasser, Klärschlamm und Depo­nie­si­cker­was­ser in den Fokus treten.

Unsere Leistungen

Wie bei jedem „neuen“ Schadstoff gibt es laufend neue Erkennt­nisse zu Analy­se­tech­ni­ken, Ausbreitung in der Umwelt, Behand­lungs­me­tho­den und Umgang mit belastetem Wasser oder Boden. CDM Smith unterstützt Sie dabei, rechtzeitig die für Sie passende Lösung im Umgang mit der neuen Heraus­for­de­rung zu entwickeln. 

Wir beraten Sie zum Thema PFAS, zum Beispiel mit Umwelt­ri­si­ko­prü­fun­gen, bei Bau- und Sanie­rungs­maß­nah­men und Grund­stücks­ent­wick­lungs­maß­nah­men. Bei Erhärtung und/oder Bestätigung des Konta­mi­na­ti­ons­ver­dachts führen wir als § 18 BBodSchG-Sach­ver­stän­dige und akkre­di­tierte Unter­su­chungs­stelle adäquate Erkun­dungs­maß­nah­men durch, planen und begleiten notwendige Sanie­rungs­maß­nah­men. Zusammen mit tech­no­lo­gisch führenden Spezi­al­un­ter­neh­men wickeln wir auch größere Leis­tungs­pa­kete ab und setzen alles daran, die passende Lösung für Sie zu finden.

Bei komplexen Heraus­for­de­run­gen stehen wir Ihnen als kompetenter Partner zur Seite und bieten Ihnen Leistungen, die den neuesten Erkennt­nis­sen gerecht werden:

  • Erarbeitung von Unter­su­chungs­stra­te­gien für belastete Flächen
  • Gefähr­dungs­ab­schät­zun­gen
  • Management von belasteten Böden bei Baumaß­nah­men
  • Entwicklung von Behand­lungs­stra­te­gien für Boden und Grundwasser
  • Planung, Instal­la­tion und Betrieb von PFAS-Behand­lungs­maß­nah­men im Großmaßstab
  • Charak­te­ri­sie­rung von PFAS in Umwelt­me­dien (Screening-Messungen)
  • Model­lie­rung von Ausbreitung und Transport
  • Durch­füh­rung von Mach­bar­keits­stu­dien und technischen Kosten­schät­zun­gen zu Behand­lungs­op­tio­nen
  • Bewertung von Grund­stü­cken bei Kauf­vor­ha­ben
  • Arbeits­si­cher­heits­pläne
. Katja Amstaetter
CDM Smith bringt die klügsten Köpfe zusammen, um die beste Lösung für unsere Kunden zu finden.
Was macht PFAS so gefährlich?

PFAS zeichnen sich durch ihre wasser-, schmutz- und fett­ab­wei­sen­den Eigen­schaf­ten aus. Sie werden daher bevorzugt in Verbrau­cher­pro­duk­ten (Papier-, Textil- und Farben­in­dus­trie) sowie in Lösch­schäu­men eingesetzt. Anders als die meisten „klassischen“ organischen Schadstoffe sind PFAS überwiegend sehr mobil, temperaturbeständig und chemisch stabil sowie kaum biologisch abbaubar. Sie bilden im Grundwasser lange Schadstofffahnen aus und reichern sich in der Umwelt an. Dadurch gelangen sie unweigerlich in den menschlichen Organismus.

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PFAS -                  Die Ewig­keit­s-che­mi­ka­lien
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