Bundes­re­gie­rung fördert Klimaschutzprojekte auf Deponien

Einblick
Bundes­re­gie­rung fördert Klimaschutzprojekte auf Deponien
von jürgen forsting consultant
Die Nationale Klima­schutz­in­itia­tive bezuschusst Projekte, um Treib­haus­gas­emis­sio­nen zu reduzieren. Auch kommunale Depo­nie­be­trei­ber sind förder­be­rech­tigt. 

Nach wie vor erfüllen Deponien eine zentrale Funktion in der Entsorgungskette. Trotz aller Bemühungen, Abfälle möglichst zu vermeiden oder zu reduzieren, kommen jährlich rund 45 Mio. Tonnen inerter Abfälle hinzu. Umso wichtiger ist es, dass auch in der Stilllegungs- und Nachsorgephase die Deponien einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Hier entweichen jedes Jahr knapp 0,5 Mio. Tonnen Methangas, welches bis 28-mal stärker als Kohlendioxid zum Treibhauseffekt beiträgt. Gebildet wird das Methan über den gesamten Lebenszeitraum einer Deponie, sofern keine ausreichenden Stabilisierungsmaßnahmen getroffen werden.

Mio t
Methanemissionen in Deutschland pro Jahr
Mio t
Methanemissionen von deutschen Deponien pro Jahr
%
durchschn. Erfassungsrate Methangas auf Deponien

Aus diesem Grund fördert das Bundes­mi­nis­te­rium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reak­tor­si­cher­heit seit 2013 geeignete Maßnahmen, um Depo­nie­gas­emis­sio­nen zu reduzieren. Im Rahmen der Nationalen Klima­schutz­in­itia­tive können sich kommunale Depo­nie­be­trei­ber mit Modell­pro­jek­ten bewerben. Gefördert werden unter anderem in situ Stabi­li­sie­rungs­maß­nah­men. Neben einer gezielten Übersaugung und dem damit verbundenen Sauer­stof­f­e­in­tritt in den Depo­nie­kör­per werden auch Infil­tra­ti­ons­maß­nah­men und Anla­gen­tech­ni­ken zur Schwach­gas­be­hand­lung (Prozess­luft­be­hand­lung) gefördert.

Wir unter­stüt­zen inter­es­sierte kommunale Depo­nie­be­trei­ber gerne bei der Antrags­stel­lung. Der Erfolg spricht für uns: Sämtliche bislang von uns begleiteten Antrags­ver­fah­ren wurden genehmigt.
Jürgen Forsting, Consultant

Ein besonders erfolg­ver­spre­chen­des Verfahren für eine optimale in situ Stabi­li­sie­rung bei gezielter Übersaugung des Depo­nie­kör­pers ist die optimierte Tiefen­ent­ga­sung. Dabei werden speziell tiefen­ver­fil­terte Gasbrunnen installiert, die das anfallende Deponiegas bestmöglich erfassen und unkon­trol­lierte Metha­n­emis­sio­nen über die Oberfläche verhindern. Das aufge­fan­gene Methangas wird thermisch behandelt und je nach Gasqualität in Strom und Wärme umgewandelt. Auch werden Verfahren entwickelt und gefördert, die gerade bei dezentralen Standorten die Über­schuss­wärme gezielt in mobilen Wärme­spei­chern auffangen, um die über­schüs­sige Wärme dort abzugeben, wo sie gebraucht wird. Außerdem beschleu­nigt der Eingriff den Abbau­pro­zess, sodass sich die Still­le­gungs- und Nach­sor­ge­phase der Deponie, bezogen auf den Gaspfad, erheblich verkürzt werden kann.

Jürgen Forsting Jürgen Forsting
Bei unseren Projekten spielt immer auch die Nach­hal­tig­keit eine Rolle.
Fact Sheet
Interessierte Deponiebetreiber unterstützen wir von Beginn an und in jedem Projektstatus. Lesen Sie mehr zu unseren Leistungen in unserem Fact Sheet.
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