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Einblick

Gesetzgeber fordert neue Dokumentationen für IED-Anlagen

von nina menke projektmanagerin
Im Dezember 2013 wurde die europäische Richtlinie 2010/75/EU über Industrieemissionen, kurz IED genannt, in deutsches Recht überführt. Seither benötigen Betreiber sogenannter IED-Anlagen einen Ausgangszustandsbericht, wenn sie eine Anlage neu errichten oder eine bestehende Anlage baulich verändern wollen. Wird die Anlage stillgelegt, sind Unterlagen zur Betriebseinstellung (UzB) erforderlich.

Im Januar 2011 trat die europäische Richtlinie 2010/75/EU über Indus­trie­emis­sio­nen, kurz IED genannt, in Kraft. Sie zielt darauf ab, Umwelt­stan­dards bei der Errichtung und dem Betrieb von Indus­trie­an­la­gen europaweit zu verbessern und zu verein­heit­li­chen.

IED-Anlagen in Europa
IED-Anlagen in Deutschland

Mit der Umsetzung dieser Richtlinie in deutsches Recht ergeben sich für Betreiber sogenannter IED-Anlagen neue Anfor­de­run­gen. Diese geneh­mi­gungs­be­dürf­ti­gen Anlagen zeichnen sich dadurch aus, dass sie gefährliche Stoffe verwenden, erzeugen oder freisetzen und dadurch ein erhöhtes Umwelt­ri­siko bergen. Wollen Betreiber eine IED-Anlage neu errichten oder eine bestehende Anlage wesentlich verändern, benötigen sie in der Regel einen Ausgangs­zu­stands­be­richt. Wird die Anlage stillgelegt, so sind die Unterlagen zur Betriebs­ein­stel­lung (UzB) bei der Behörde einzu­rei­chen.

Die neue Rechtslage geht derzeit noch mit vielen Unsi­cher­hei­ten einher, denn nicht alles ist bislang verbindlich geregelt. Unser bundesweit tätiges Exper­ten­team prüft, ob und welche Unterlagen für Ihr Unternehmen erfor­der­lich sind.
Nina Menke, Projekt­ma­na­ge­rin

Der Ausgangs­zu­stands­be­richt (AZB) doku­men­tiert den Zustand des Bodens und des Grund­was­sers, bevor eine IED-Anlage in Betrieb geht. Er ist das Ergebnis eines drei­stu­fi­gen Prozesses: In einem ersten Schritt (AZB-Vorprüfung) muss der Betreiber bzw. ein hinzu­ge­zo­ge­ner Experte beurteilen, welche Stoffe und Gemische den Boden und/oder das Grundwasser verschmut­zen können. Auf dieser Grundlage entwickelt der Experte ein stand­ort­spe­zi­fi­sches Unter­su­chungs­kon­zept und setzt es um. Die Ergebnisse dieser Feld- und Labor­ar­bei­ten münden schließlich im Ausgangs­zu­stands­be­richt, der den Behörden spätestens mit Inbetriebnahme der Anlage vorzulegen ist.

CDM Smith erstellt bei Bedarf den Ausgangs­zu­stands­be­richt für Sie, koordiniert dazu alle erfor­der­li­chen Maßnahmen und kümmert sich um die Abstimmung mit der zuständigen Geneh­mi­gungs- und Boden­schutz­be­hörde. Gleiches gilt selbst­ver­ständ­lich auch für die Unterlagen zur Betriebs­ein­stel­lung.
Nina Menke, Projektmanagerin

Wird die IED-Anlage stillgelegt, so muss der Betreiber offenlegen, ob und in welchem Ausmaß das Grundstück im Vergleich zum Ausgangszustand verunreinigt worden ist und welche Maßnahmen er plant, um die Boden- oder Grundwasserverunreinigungen zu beseitigen. Die Unterlagen zur Betriebseinstellung (UzB) geben also Auskunft darüber, inwieweit eine Rückführungspflicht besteht und wie der Anlagenbetreiber dieser Pflicht nachkommen will.

Die Freude an meiner Arbeit ist für mich ungeheuer wichtig und mein täglicher Motivator.
Ausgangs­zu­stands­be­richt (AZB)
Braucht meine Anlage einen Ausgangs­zu­stands­be­richt? - Das müssen Sie wissen.
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Unterlagen zur Betriebs­ein­stel­lung (UzB)
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